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Im Garten der zerbrochenen Spiegel: Die Natur vergisst nicht - Wie Symbole Handlung verändern

Von Elena Ferrara

Im Garten der zerbrochenen Spiegel: Die Natur vergisst nicht - Wie Symbole Handlung verändern
Bild Rechte
Elena Ferrara

(Stadel)(PPS) Ein welker Lorbeerzweig ist Tatortdetail und Deutungsspur zugleich. In «Im Garten der zerbrochenen Spiegel» verbindet Elena Ferrara poetische Bilder mit einer konkreten Ermittlung: Was die Figuren wahrnehmen, gewinnt Bedeutung – und verändert, was sie als Nächstes tun.

Am Anfang liegt Professor Alighieri reglos unter Lorbeerblättern in seinem Büro in Bologna. Commissaria Sofia Rizzi sucht nach belastbaren Beweisen; Elio Specchio liest die Pflanzenarrangements als Botschaften. Aus ihrer zunächst unterschiedlichen Sicht entsteht ein gemeinsamer Weg durch mehrere Fälle, die sich mit einem Seminar zur Selbsterkenntnis verbinden. Dort wird eine heikle Frage sichtbar: Wann kippt der Wunsch, jemanden zu «befreien», in Kontrolle?

Ferrara setzt Pflanzen nicht als Schmuck ein. Elio deutet den Lorbeer als verkehrtes Zeichen akademischer Ehre; eine zerschlagene Eiche und ein entflügelter Schmetterling liefern weitere Spuren. Doch keine Pflanze kommt mit fester Übersetzung. Ihre Bedeutung erschliesst sich aus Ort, Vorgeschichte und den Blicken der Figuren. Ein sinnlicher Hinweis führt zur Deutung, die Deutung verändert den nächsten Ermittlungsschritt. So bleibt das Geheimnis offen, während die Handlung den Zeichen Folgen gibt.

Auch die Spiegel sind mehr als ein wiederkehrendes Motiv. Als Elio in vertrauten Oberflächen sein eigenes Bild nicht mehr verlässlich findet, gerät seine Wahrnehmung selbst in den Fall. Ferrara benennt Gefühle nicht dauernd; Pausen, kleine Gesten und Entscheidungen tragen sie. Der Apfelkern-Ring der Commissaria ist zugleich persönlicher Gegenstand und stilles Bild dafür, dass Wachstum möglich ist, aber nicht erzwungen werden kann.

Die im Kanton Zürich geborene und aufgewachsene Autorin verbindet so sinnliche Beobachtung mit einer Frage nach Selbstbestimmung. Während Elio Bedeutungen liest, verlangt Rizzi überprüfbare Belege; ihre unterschiedlichen Zugänge werden zur Arbeitsbeziehung. Der Täter nennt seine Eingriffe Befreiung. Daraus entsteht der gesellschaftliche Aufhänger des Romans: Wer darf bestimmen, was einem anderen Menschen hilft – und wann wird Fürsorge zur Rechtfertigung von Kontrolle?

Im Garten der zerbrochenen Spiegel – Die Natur vergisst nicht
Elena Ferrara
BoD – Books on Demand, 2026
Taschenbuch, 318 Seiten
ISBN 978-3-695-74891-4

Über die Organisation:

Elena Ferrara ist Schweizer Autorin psychologischer Mystery-Thriller. 
Ihre Romane verbinden Spannung mit Symbolik, tiefenpsychologischen Motiven 
und philosophischen Fragen. Sie lebt und arbeitet im Kanton Zürich.

Pressekontakt:

Elena Ferrara
Bachserstrasse 20
8174 Stadel


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