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TA-Swiss Studie: Sharing Economy - Teilen statt besitzen

Von PPS

(Bern)(PPS) Immer mehr Güter werden über digitale Marktplätze und Plattformen geteilt, getauscht oder verkauft – von Werkzeug und Haushaltsgeräten über verschiedene Dienstleistungsangebote bis hin zu Investitionsgütern. In der Schweiz bestehen aktuell viele Angebote im Bereich der sogenannten Sharing Economy oder Plattformökonomie. Abgesehen von einigen, vor allem internationalen Ausnahmen wie Uber oder Airbnb, ist die Verbreitung dieser Angebote aktuell noch überschaubar. Der Stellenwert der Plattformökonomie wird aber generell zunehmen. Die vorliegende Studie schätzt grob ab, welche heutigen Qualitäten der Schweiz auch künftig für den Umgang mit dieser Entwicklung relevant sein dürften und mit welchen – gegebenenfalls regulatorischen – Massnahmen diese landesspezifischen Qualitäten in einer zunehmend von der Plattformökonomie geprägten Volkswirtschaft bewahrt werden können.

Aus heutiger Sicht ist die Schweiz für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt: Sie verfügt über wesentliche Standortqualitäten, die mit der weiteren Digitalisierung und Verbreitung der Plattformökonomie an Relevanz gewinnen dürften. Entscheidend wird sein, ein Gleichgewicht zu finden zwischen neuen, rechtzeitigen Erweiterungen oder Anpassungen des Regulierungsrahmens und zweckmässigem Abwarten. Mit voreiligen Regulierungsankündigungen oder -eingriffen können Planungsunsicherheiten entstehen und Entwicklungen im Keim erstickt werden. Gleichzeitig sind Akzeptanz und Vertrauen wichtige Faktoren für die Verbreitung der Plattformökonomie. Deshalb braucht es bei Bedarf griffige Bestimmungen im Rahmen der «Sozialverfassung» zum Schutze der KonsumentInnen und der Unternehmen. 

Die wichtigsten Empfehlungen der TA-SWISS-Studie:

Erarbeitet wurde die Studie im Auftrag von TA-SWISS von einem interdisziplinären Projektteam unter der Leitung von Thomas von Stokar, INFRAS, Zürich.

Studie

Sharing Economy – teilen statt besitzen. Thomas von Stokar, Martin Peter, Remo Zandonella,  Vanessa Angst, Kurt Pärli, Gabi Hildesheimer, Johannes Scherrer, Wilhelm Schmid. vdf Hochschulverlag an der ETH Zürich, 2018.  

Im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-7281-3880-4) sowie kostenlos zum Download als eBook unter: vdf.ethz.ch

Kurzfassung  

Teilen als Konsumkultur. TA-SWISS (Hrsg.), Bern 2018. Die wichtigsten Resultate und Empfehlungen in Kürze.  

Die Kurzfassung und weitere Informationen zum Projekt auf: ta-swiss.ch/projekteund-publikationen/informationsgesellschaft/sharing-economy/

Über die Organisation:

TA-SWISS, Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung
Technologie gibt Impulse – wir betrachten die Folgen

Neue Technologien können die Lebensqualität entscheidend verbessern. Mitunter bergen sie aber auch neuartige Risiken, deren Folgen nicht immer auf Anhieb absehbar sind. Technikfolgenabschätzung (Technology Asssessment) zeigt, auf der Basis des gegenwärtigen Wissens, „mögliche technologische Zukünfte“ auf. Sie analysiert, stellt Folgenüberlegungen an und trägt damit zu transparenten Debatten über den Umgang unserer Gesellschaft mit neuen Technologien und reflektierten politischen Entscheidungen bei.  

Im Auftrag des Parlaments untersucht TA-SWISS, die Schweizer Stiftung für TechnologiefolgenAbschätzung, die Chancen und Risiken technologischer Entwicklungen in den Bereichen «Biotechnologie und Medizin», «Informationsgesellschaft», «Nanotechnologien» sowie «Mobilität/Energie/Klima». Die Studien von TA-SWISS sollen möglichst sachliche, unabhängige und breit abgestützte Informationen zu Chancen und Risiken neuer Technologien vermitteln. Erarbeitet werden sie deshalb in Absprache mit themenspezifisch zusammengesetzten Expertengruppen. Daneben fördert TA-SWISS den Informations- und Meinungsaustausch zwischen Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und der breiten Bevölkerung durch Mitwirkungsverfahren.

Die Stiftung TA-SWISS ist Mitglied der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Ihre Aufgabe ist im Bundesgesetz über die Forschung verankert.

Pressekontakt:

TA-SWISS
Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung
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3011 Bern

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