Rehkitzrettung Schweiz «Rehkitzrettung aus der Luft»

Rehkitzrettung Schweiz «Rehkitzrettung aus der Luft»
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Rehkitzrettung Schweiz

(Schwanden i.E.)(PPS) In der Schweiz sterben jährlich mehrere tausend Rehkitze bei der Grasernte. Neben dem qualvollen Leiden verstümmelter Tiere können dadurch auch ernsthafte, gesundheitliche Auswirkungen für Nutztiere entstehen. Gelangen beim Silieren Teile toter Tiere ins Futter, kann sich das gefährliche Botulinumtoxin bilden. Fressen Stalltiere damit verunreinigtes Futter, kann dies zum Verlust ganzer Bestände führen. Jäger und Landwirte sind sich darum einig, dass Rehkitze vor Verstümmelung oder Tod durch Vermähen gerettet werden müssen. Abschreiten der Wiesen vor dem Mähen, Wegscheuchen, Verblenden, Vergrämen – all diese Massnahmen sind aufwändig und nicht immer erfolgreich. Dennoch sollen sie hier nicht verunglimpft werden. 

Seit rund acht Jahren gibt es jedoch eine weitere Möglichkeit: Das Aufspüren der Rehkitze aus der Luft mit Wärmebildkamera und Multikopter (Drohne). Diese sogenannte BFH-HAFL-Methode wurde seit 2012 an der Berner Fachhochschule – Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften entwickelt. Daraus ist 2017 der Verein «Rehkitzrettung Schweiz» entstanden. Mittlerweile wurden mit dieser Methode gegen 1'200 Rehkitze gerettet. 750 davon allein im letzten Jahr. Dank guter Koordination konnten die Teams vielerorts flächendeckend suchen.  Rund 50 Drohnenpiloten mit ihren Teams waren in den letzten Jahren im Einsatz: Die mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne zeigt dem Helfer am Boden die Rehkitze im Gras auf einem Bildschirm an. Dieser kann sie so rasch orten, an einen sicheren Platz bringen, mit einer Kiste zudecken um sie nach dem Mähen wieder freizulassen. Der Verein «Rehkitzrettung Schweiz» ist bestrebt mit lokalen Jägern zusammen zu arbeiten. Seit einigen Jahren bietet der Verein Schulungen an, um Drohnenpiloten und Rettungsteams auszubilden. Im letzten Herbst fanden dazu neun Informationsveranstaltungen für Jäger, interessierte Drohnenpiloten und Hilfspersonen statt. Das Interesse daran war sehr gross. Allein in Wolhusen besuchten über 65 Personen diesen Anlass. An den je zweitägigen Schulungen nehmen nun bis im April über 100 Personen teil. Die Ausbildung ist in folgende Module aufgeteilt und bedarf keiner fliegerischen Vorkenntnisse: − Umgang mit dem Multikopter − Rechtliche Aspekte − Einführung in die Rehkitzrettung − Flugschulung  − Automatischer Wegpunkte Flug Erfolgreiche Teilnehmer erhalten nach der Ausbildung ein entsprechendes Zertifikat.  Die Kurse werden laufend den neusten Entwicklungen angepasst und ausgebaut. Auch Wiederholungskurse sind angedacht.

«Rehkitzrettung Schweiz» unterstützt Jagdgesellschaften und Jäger bei der Anwendung dieser neuen Möglichkeit, Rehkitze zu orten und zu retten. Unser Ziel ist es, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein und dieses Wissen an möglichst viele Rehkitzretter durch Schulung und Erfahrung preis zu geben. Wir erarbeiten bewusst unkomplizierte und Anwender freundliche Systeme die jedermann bedienen kann. Wir helfen bei der Wahl der idealen Drohnensysteme und Zubehör. Unsere Vereinsmitglieder profitieren zusätzlich von regelmässigen Informationen über technische Neuentwicklungen, ergänzte Softwareupdates und vom Austausch von wertvollen Erfahrungen innerhalb der aktiven Vereinsmitglieder. 

Wir danken an dieser Stelle für die Zusammenarbeit mit JagdSchweiz, Berner Jägerverein, Stiftung Wildtiere Aargau, JagdAargau, Jagd Zürich und freuen uns auf die Kooperation bereits angekündigter Jagdorganisationen denen wir unsere Dienste in Zukunft anbieten und unter Beweis stellen dürfen. 

Bilder zum Herunterladen für die Medien: web.tresorit.com/l#2WpgjHHpVL3dJSvG6lMIaw

Pressekontakt: 

Rehkitzrettung Schweiz
Niederbach 88
CH-3433 Schwanden i.E.

Thomas Röthlisberger
Präsident

E-Mail: thomas.roethlisberger @ rehkitzrettung.ch
https://www.rehkitzrettung.ch