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Kürzungen in der internationalen Zusammenarbeit gefährden Menschen mit Behinderungen

Von PPS

(Thalwil)(PPS) Der Bundesrat plant erneut Kürzungen bei der internationalen Zusammenarbeit. Die CBM Christoffel Blindenmission kritisiert, dass diese Sparmassnahmen die Verantwortung der Schweiz in der globalen Armutsbekämpfung untergraben und Menschen mit Behinderungen im globalen Süden besonders hart treffen. Viele von ihnen leben bereits heute in grosser Armut.

Grundlage für die am Mittwoch kommunizierten Sparmassnahmen bei der internationalen Zusammenarbeit (IZA) bildet eine 20‑seitige Studie zu Sparmöglichkeiten und Synergien bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Fachpersonen bemängeln, dass die Analyse nicht von Expertinnen und Experten erstellt wurde und zentrale entwicklungspolitische Fragen kaum behandelt.

Besonders kritische Punkte sind:

Schweiz verfehlt Vorgaben der UNO-Behindertenrechtskonvention

Die Schweiz hat die UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) 2014 ratifiziert. Diese verpflichtet in den Artikeln 11 und 32 ausdrücklich zu einer behinderteninklusiven Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Bereits 2022 stellte der UNO-BRK-Ausschuss in seiner Überprüfung fest, dass die Schweiz diese Vorgaben unzureichend erfüllt.

Dem Bundesrat fehlt es insgesamt an einer kohärenten Strategie, um den Kampf gegen die weltweite Armut weiterzuführen. Eine umfassend wirksame IZA ist jedoch nur möglich, wenn die Bedürfnisse der am stärksten marginalisierten Menschen – insbesondere Frauen, Mütter und Menschen mit Behinderungen – systematisch berücksichtigt werden.

Die CBM fordert deshalb Bund und Parlament auf, das Budget für die internationale Zusammenarbeit zu erhöhen und sicherzustellen, dass die Rechte von Menschen mit Behinderungen systematisch und umfassend berücksichtigt werden – im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen der Schweiz.

Über die Organisation:

Über die CBM
Die CBM Christoffel Blindenmission ist eine international tätige, christliche Entwicklungsorganisation und fördert Menschen mit Behinderungen in Ländern des Globalen Südens. Sie leistet Entwicklungszusammenarbeit sowie humanitäre Hilfe und ermöglicht, dass Behinderungen vorgebeugt sowie Menschen mit Behinderungen medizinisch betreut und inklusiv gefördert werden. Ihr Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird und Menschen mit Behinderungen eine verbesserte Lebensqualität haben. Die CBM Schweiz führt das Zewo-Gütesiegel und ist Partnerorganisation der Glückskette.

Pressekontakt:

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8800 Thalwil

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