Organraub in China: Friedensnobelpreiskandidat und Investigativjournalist Ethan Gutmann kommt in die Schweiz
Drei Veranstaltungen in Zürich und Bern — Pressekonferenz, öffentlicher Auftritt und Buchpräsentation
(Zürich/Bern)PPS) Der amerikanische Investigativjournalist und Autor Ethan Gutmann besucht vom 8. bis 11. Mai 2026 die Schweiz. Gutmann, der 2017 für den Friedensnobelpreis nominiert wurde, gilt als einer der weltweit führenden Experten zu staatlich organisiertem Organraub in China. Sein soeben erschienenes Buch The Xinjiang Procedure basiert auf persönlichen Interviews mit uigurischen und kasachischen Flüchtlingen in Zentralasien und zeichnet ein erschütterndes Bild der Menschenrechtslage in der chinesischen Provinz Xinjiang.
Kritiker beschreiben das Werk als eine „Mischung aus Alexander Solschenizyn und Stephen King" — ein Buch, das grafische Schilderungen von Folter, Gruppenvergewaltigung und Organraub an Glaubensgefangenen enthält und damit die systematische Verfolgung von Muslimen durch die Kommunistische Partei Chinas dokumentiert.
Gutmann forschte für das Buch undercover an der chinesischen Grenze. Er ist Senior Research Fellow der Victims of Communism Memorial Foundation, Mitbegründer der internationalen Koalition ETAC (End Transplant Abuse in China) und hat vor dem US-Kongress, der CIA, dem Europäischen Parlament und den Vereinten Nationen ausgesagt.
Veranstaltungen
Freitag, 8. Mai 2026, 10:00–12:00 Uhr | Hotel Krone Unterstrass, Schaffhauserstrasse 1, Zürich Pressekonferenz mit Ethan Gutmann: Vorstellung von The Xinjiang Procedure und Hintergrundgespräch mit Medienvertretern. Veranstalter: ACAT-Schweiz, IGFM Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (zweisprachig: Deutsch/Englisch)
Samstag, 9. Mai 2026, 15:00–16:00 Uhr | Züghusplatz, Zürich Öffentlicher Auftritt: Ethan Gutmann spricht zum Thema Organraub in China. Veranstalter: Falun-Gong-Praktizierende in Zürich (zweisprachig: Deutsch/Englisch)
Montag, 11. Mai 2026, 10:00–12:00 Uhr | Käfigturm, Bern Buchpräsentation und Diskussion: Ethan Gutmann stellt The Xinjiang Procedure vor und berichtet aus erster Hand über die Menschenrechtslage in Xinjiang — gewonnen aus persönlichen Interviews mit Menschen, die aus China nach Zentralasien geflohen sind. Anschliessend Fragen und Diskussion. Veranstalter: ACAT-Schweiz, IGFM Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (zweisprachig: Deutsch/Englisch)
Zur Person Ethan Gutmann (Chicago) ist Investigativjournalist, Analyst und Autor. In den 1990er Jahren leitete er die Dokumentationsserie American Investigator, lebte drei Jahre in Peking und erlebte dort den Beginn der Verfolgung von Falun Gong 1999. Sein Buch The Slaughter (2014) über Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden fand international Beachtung; der Folgebericht Bloody Harvest/The Slaughter: An Update (2016) analysierte die Transplantationsprogramme von Hunderten chinesischer Spitäler. The Xinjiang Procedure erschien am 10. März 2026.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte wurde 1972 in Frankfurt am Main gegründet und hat bis heute dort ihren Hauptsitz. Es handelt sich um eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die unabhängig von politischen Parteien, Regierungen und religiösen Gruppen ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer politischer, rassistischer oder religiöser Verfolgung sind, sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen und wegen der Einforderung ihrer Rechte verfolgt werden. Die Schweizer Sektion wurde 1983 gegründet und ist Trägerin des Schweizerischen Menschenrechtspreises, der seit 1994 besteht und jährlich verliehen wird.
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