Quartalsbericht: Neugründungen in der Schweiz (Q3 2026)
(Winterthur)(PPS) Mit 13’178 Neugründungen liegt das dritte Quartal 2026 leicht über dem Vorjahr. Während der Juli rückläufig war, sorgten August und September für ein positives Quartalsergebnis.
Leichtes Wachstum im dritten Quartal
Im dritten Quartal 2026 wurden in der Schweiz insgesamt 13’178 neue Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 13’056. Damit liegt die Zahl der Firmengründungen 0,9 % über dem dritten Quartal 2025.
Hinter diesem leichten Wachstum stehen unterschiedliche Entwicklungen innerhalb des Quartals und zwischen den einzelnen Regionen. Während vier der sechs Grossregionen mehr Neugründungen als im Vorjahresquartal verzeichnen, liegen Zürich und das Tessin leicht unter ihren jeweiligen Vorjahreswerten.
Vom schwächeren Juli zum starken September
Ein Blick auf die einzelnen Monate zeigt eine zunehmend positive Entwicklung im Verlauf des Quartals. Im Juli 2026 wurden schweizweit 4’838 neue Unternehmen gegründet. Gegenüber den 4’988 Gründungen im Juli 2025 entspricht dies einem Rückgang von 3,0 %.
Im August lag die Zahl mit 3’887 Neugründungen leicht über dem Vorjahreswert von 3’856, was einem Plus von 0,8 % entspricht. Deutlich positiver fiel der September aus: Mit 4’453 neuen Unternehmen wurden 5,7 % mehr Firmengründungen registriert als im September 2025. Die Zuwächse im August und insbesondere im September konnten den Rückgang vom Juli ausgleichen und führten insgesamt zu einem leichten Quartalsplus.
Nordwestschweiz mit solidem Wachstum
Die Nordwestschweiz verzeichnete im dritten Quartal 2’914 Neugründungen und damit 4,4 % mehr als im Vorjahresquartal. Innerhalb der Region zeigen sich jedoch unterschiedliche Entwicklungen.
Besonders deutlich wächst Basel-Stadt mit +23,1 % auf 363 Neugründungen. Auch Aargau (+5,9 %) und Solothurn (+5,4 %) liegen klar über dem Vorjahr. Bern (-0,9 %) und Basel-Landschaft (-0,6 %) bewegen sich dagegen leicht unter dem Niveau des dritten Quartals 2025.
Ostschweiz leicht über dem Vorjahresniveau
In der Ostschweiz wurden zwischen Juli und September 1’532 neue Unternehmen gegründet. Gegenüber 1’491 Neugründungen im dritten Quartal 2025 entspricht dies einem Anstieg von 2,7 %.
Auf Kantonsebene fällt insbesondere Glarus (+27,3 %) auf. Auch St. Gallen (+6,3 %) und Thurgau (+3,0 %) tragen zum regionalen Wachstum bei. Rückgänge verzeichnen hingegen unter anderem Appenzell Ausserrhoden (-13,4 %), Appenzell Innerrhoden (-8,1 %) und Schaffhausen (-7,6 %).
Romandie bleibt grösste Gründungsregion
Die Romandie verzeichnete im dritten Quartal 3’749 Neugründungen und bleibt damit die Region mit den meisten Firmengründungen. Gegenüber den 3’700 Gründungen im dritten Quartal 2025 entspricht dies einem leichten Wachstum von 1,3 %.
Besonders positiv entwickeln sich das Wallis (+8,9 %) und die Waadt (+7,7 %). Auch Freiburg (+3,0 %) und Neuenburg (+2,0 %) liegen über ihren Vorjahreswerten. Demgegenüber verzeichnen der Jura (-18,3 %) und Genf (-8,9 %) weniger Neugründungen als im gleichen Quartal des Vorjahres.
Zentralschweiz nahezu stabil
Die Zentralschweiz kommt im dritten Quartal auf 2’022 Neugründungen. Das entspricht einem leichten Plus von 0,6 % gegenüber den 2’010 Gründungen im Vorjahresquartal.
Innerhalb der Region entwickelt sich insbesondere Luzern (+9,1 %) positiv. Auch Schwyz (+4,2 %) liegt über dem Vorjahresniveau. Die prozentual starke Zunahme in Uri (+17,2 %) basiert auf vergleichsweise kleinen absoluten Zahlen. Rückgänge verzeichnen dagegen Obwalden (-17,0 %), Nidwalden (-14,8 %) und Zug (-4,2 %).
Zürich unter dem Vorjahresquartal
In der Region Zürich wurden im dritten Quartal 2’419 neue Unternehmen gegründet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 2’515. Damit ergibt sich ein Rückgang von 3,8 %.
Die einzelnen Monate entwickelten sich dabei unterschiedlich. Sowohl im Juli als auch im August lag Zürich unter dem jeweiligen Vorjahreswert. Im September kehrte sich diese Entwicklung um: Mit 830 Neugründungen wurden 3,8 % mehr Unternehmen gegründet als im September 2025.
Tessin leicht rückläufig
Das Tessin verzeichnete im dritten Quartal 542 Neugründungen gegenüber 549 im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 1,3 %.
Im Juli und August lag der Kanton jeweils unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Der September fiel hingegen positiv aus und verzeichnete mit 182 Neugründungen ein Plus von 9,0 % gegenüber September 2025.
Fazit
Das dritte Quartal 2026 schliesst mit 13’178 Neugründungen und damit 0,9 % über dem Vorjahresquartal ab. Nach einem rückläufigen Juli entwickelte sich die Zahl der Firmengründungen im August leicht und im September deutlich positiv gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. Die Nordwestschweiz verzeichnet das stärkste Wachstum unter den Grossregionen, gefolgt von der Ostschweiz und der Romandie. Die Zentralschweiz bleibt nahezu stabil, während Zürich und das Tessin das dritte Quartal leicht unter ihren jeweiligen Vorjahreswerten abschliessen.
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