Ebola-Ausbruch: Heilsarmee Schweiz verstärkt Präventionsarbeit im Kongo

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Ebola-Ausbruch: Heilsarmee Schweiz verstärkt Präventionsarbeit im Kongo
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Heilsarmee Schweiz

(Bern)(PPS) Eine mit Ebola infizierte Schweizerin wird derzeit in der Schweiz behandelt. Ihr Ehepartner befindet sich als enge Kontaktperson ebenfalls in Isolation. Für die Schweizer Bevölkerung besteht gemäss Bundesamt für Gesundheit keine Gefährdung.

Während der Fall hierzulande für Aufmerksamkeit sorgt, ist Ebola für die Menschen in betroffenen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo eine unmittelbare Herausforderung. Die internationale Heilsarmee ist im Land mit einem weitreichenden Netzwerk präsent: Sie führt 34 Gesundheitskliniken und knapp 620 Schulen. Diese bestehenden lokalen Strukturen können auch für die Präventionsarbeit genutzt werden.

Gesundheitskliniken auf Ebola-Fälle vorbereiten

Die Internationale Entwicklung der Heilsarmee Schweiz hat bereits 15'000 Franken für Massnahmen gegen Ebola zur Verfügung gestellt. Damit wurden Gesundheitskliniken mit Material ausgestattet und Mitarbeitende geschult, um die Einrichtungen auf mögliche Ebola-Fälle vorzubereiten. Dabei wurden auch Gesundheitseinrichtungen ausserhalb der Heilsarmee einbezogen.

Die Heilsarmee Schweiz unterstützt ihre Partnerorganisation vor Ort zudem beim Projektmanagement und bei der Erschliessung weiterer Finanzierungsmöglichkeiten.

Prävention bis in Dörfer und lokale Gemeinschaften bringen

Eine weitere Unterstützung von 70'000 Franken befindet sich derzeit im Genehmigungsprozess. Geplant ist, die lokalen Strukturen der Heilsarmee stärker für die Präventionsarbeit einzusetzen. Verantwortliche vor Ort sollen Grundlagenwissen und Material erhalten, damit sie in umliegenden Gemeinschaften und Dörfern über Ebola, Ansteckungsrisiken und Schutzmassnahmen informieren können. Vorgesehen sind unter anderem die Abgabe von Hygieneartikeln wie Seife sowie die Anschaffung von Temperaturmessgeräten für regelmässige Kontrollen durch Mitarbeitende der Heilsarmee. Damit setzt die Heilsarmee nicht allein bei der medizinischen Versorgung an. Über ihr Netzwerk aus Gesundheitskliniken, Schulen und lokalen Gemeinschaften sollen Informationen und Präventionsmassnahmen auch Menschen ausserhalb grösserer Zentren erreichen.

«Schulen sollen bei der Prävention helfen»

Doktor Serge Musasa Lungungu ist medizinischer Direktor der Heilsarmee in der Demokratischen Republik Kongo. «Die Lage bleibt angespannt – an manchen Orten gibt es schrittweise Verbesserungen. In den östlichen Grenzgebieten herrscht weiterhin grosse Sorge. Wir verzeichnen zum ersten Mal auch Fälle von Kindern unter fünf Jahren. Eine neue, landesweite Strategie fokussiert darauf, die Ausbreitung stärker zu verlangsamen und zu stoppen. Die lokalen Strukturen und das Netzwerk der Heilsarmee leisten dabei einen substanziellen Beitrag.» 

«Drei wichtige Herausforderungen bleiben weiter bestehen: eine verstärkte Aufklärungsarbeit für die lokale Bevölkerung, eine lückenlosere Überwachung der Ansteckungen und der Schutz vor Ebola», sagt Dr. Lungungu weiter.

Daher will die Heilsarmee auch ihre Schulen stärker in die Prävention miteinbeziehen. Gemäss den aktuellen Planungen sollen die 620 Schulen ebenfalls auf den Umgang mit Ebola vorbereitet werden.

Pressekontakt:

Stiftung Heilsarmee Schweiz
Laupenstrasse 5
3008 Bern

André Chatelain, Produktmanager Kommunikation Internationale Entwicklung, Heilsarmee Schweiz, andre.chatelain @ heilsarmee.ch