Lohnforderungen 2024 des Schweizerischen Bankpersonalverbandes

(Zürich)(PPS) Alles ist teurer geworden – oder wird es noch: Lebensmittel, Energiekosten, Mieten, Krankenkassen. Das teurere Leben bringt viele Haushalte unter Druck. Somit müssen auch die Löhne steigen. Der SPBV fordert für das Bankpersonal 5% mehr Lohn. Besonders Mitarbeitende, deren Lohn seit mehreren Jahren nicht mehr erhöht wurde, müssen jetzt eine Lohnerhöhung erhalten.

Die Banken weisen im laufenden Geschäftsjahr 2023 steigende Gewinne aus – dies unter anderem, weil die Negativzinspolitik der Nationalbank ein Ende gefunden hat. Die bis jetzt publizierten Resultate sind für das Geschäft in der Schweiz überwiegend gut bis sehr gut. Auch das kürzlich publizierte Bankenbarometer von Swiss Banking prognostiziert für 2023 steigende Geschäftserfolge für die Schweizer Banken.

Teuerung

Die Teuerung beträgt im Jahresdurchschnitt 2%– gemäss Prognose des Schweizerischen Gewerk-schaftsbundes SGB. Die Mieten werden ab Oktober 2023 stark ansteigen; ebenso wird ein weiterer Schub bei den Krankenkassenprämien erwartet. Überdurchschnittlich stark fallen auch die angekün-digten Erhöhungen der Stromtarife aus. All dies wird im Laufe von 2024 zu einem weiteren Anstieg der Lebenshaltungskosten führen.

Es braucht jetzt eine Lohnerhöhung

Bereits in den vergangenen Jahren mussten die Arbeitnehmenden in der Schweiz – auch in der Bankenbranche – starke Reallohnverluste hinnehmen. Die im vergangenen Jahr starke Teuerung wurde kaum ausgeglichen. Der SBPV fordert nicht nur den Ausgleich der laufenden Teuerung, sondern einen Anstieg der Reallöhne. Denn dank den Mitarbeitenden konnte die Produktivität gesteigert werden; daher sollen auch die Mitarbeitenden davon profitieren.

Transparente Kriterien

Lohnerhöhungen werden von den Mitarbeitenden als fair empfunden, wenn alle etwas erhalten und die Kriterien für individuelle Lohnerhöhungen transparent sind. Unsere neueste Lohnumfrage zeigt, dass gerade über die Art und Weise, wie die Löhne in den Banken verteilt werden, verbreitet Unzu-friedenheit herrscht.

Hinzu kommt der weiterhin angespannte Arbeitsmarkt und die hohe Nachfrage nach qualifiziertem Personal - auch in der Bankenbranche. Die Branche ist gut beraten, eine attraktive und als fair empfundene Salärpolitik anzuwenden und sich so als moderne und verlässliche Arbeitgeberin zu positionieren.

5 % Lohnerhöhung

Gemeinsam mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) fordert der SBPV für die Bankenbranche eine Lohnerhöhung von 5%, wobei Saläre von bis zu 120'000 CHF pro Jahr (auf Brutto-Vollzeitbasis) um mindestens 6'000 CHF nach oben angepasst werden sollen. Mitarbeitende, welche seit mehreren Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten haben, sollen ebenso wieder einmal von einer Erhöhung profitieren. Denn von den steigenden Lebenshaltungskosten sind alle betroffen. Die grosse Mehrzahl der Bankmitarbeitenden verdient keine überhohen Saläre, und ihre Boni kommen bestenfalls einem 13. Monatslohn gleich.

Die aktuell sehr gute Ertragslage der allermeisten Banken und die in diesem Jahr üppigen, aber sehr selektiven Boni-Ausschüttungen belegen, dass generelle Lohnerhöhungen möglich und verkraftbar sind. Weiter steht die Branche unter der politischen und gesellschaftlichen Beobachtung und kann durch eine faire Lohnpolitik an Renommee gewinnen. 

Pressekontakt: 

Schweizerischer Bankpersonalverband SBPV
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