IBBM: Wege in die Berufswelt sichtbar machen
(Burgdorf)(PPS) Wie weiter nach der Schule? Für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf ist diese Frage oft mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es? Welche Unterstützung ist möglich? Und wo findet man einen Ausbildungsplatz, der zu den eigenen Fähigkeiten passt? Genau hier setzt die IBBM – Inklusive Berufsbildungsmesse an. Vom 8. bis 10. September 2026 bringt sie in der Markthalle Burgdorf Jugendliche, Eltern, Schulen, Ausbildungsinstitutionen und Fachpersonen zusammen.
Orientierung dort schaffen, wo sie gebraucht wird
Der Übergang von der Schule in die Berufswelt ist ein wichtiger Schritt. Für Jugendliche mit IV-Unterstützung oder einer anderen Kostenträgerstelle ist der passende Weg jedoch nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich.
Neben EFZ- und EBA-Ausbildungen gibt es Praktische Ausbildungen (PrA), vorbereitende Angebote, Praktika, Schnuppermöglichkeiten und individuell begleitete Ausbildungswege. Die Herausforderung besteht häufig darin, diese Möglichkeiten überhaupt zu kennen – und herauszufinden, welches Angebot zur eigenen Situation passt.
Genau hier liegt der Mehrwert der IBBM: Sie bündelt unterschiedliche Angebote der inklusiven Berufsbildung an einem Ort und macht sie direkt zugänglich.
Ausbildungswege entdecken und vergleichen
Während drei Messetagen präsentieren Ausbildungsinstitutionen, Betriebe und Fachstellen ihre Angebote und stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung.
Dabei geht es nicht allein darum, möglichst viele Berufe kennenzulernen. Entscheidend ist die Frage, welcher Ausbildungsweg zu den persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Voraussetzungen eines jungen Menschen passt.
Die Besucher:innen können sich einen Überblick verschaffen, verschiedene Möglichkeiten miteinander vergleichen und direkt mit Fachpersonen klären, welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten.
So kann aus einem ersten Gespräch eine neue berufliche Perspektive, ein Schnuppereinsatz oder sogar der Kontakt zu einem möglichen Ausbildungsplatz entstehen.
Persönliche Begegnungen statt Informationssuche
Informationen über Berufsbildung und berufliche Integration gibt es viele. Für Betroffene und ihre Familien ist es jedoch nicht immer einfach, sich darin zurechtzufinden.
Welche Voraussetzungen gelten für eine Ausbildung? Wo ist Unterstützung möglich? Welche Angebote kommen infrage? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der IV oder einer anderen Kostenträgerstelle?
An der IBBM können solche Fragen direkt vor Ort gestellt werden. Die persönliche Begegnung mit Ausbildungsinstitutionen und Fachpersonen verkürzt Wege und schafft die Möglichkeit, individuelle Situationen anzusprechen.
Damit richtet sich die Messe nicht nur an Jugendliche. Auch Eltern, Bezugspersonen, Lehrpersonen, Heilpädagog:innen sowie Fachpersonen aus Bildung und beruflicher Integration erhalten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und ihr Wissen über bestehende Angebote zu erweitern.
Nicht der eine Weg, sondern der passende
Ein zentraler Gedanke der IBBM ist, dass berufliche Entwicklung nicht für alle Menschen gleich verlaufen muss.
Manche Jugendliche benötigen mehr Begleitung, andere ein angepasstes Ausbildungsumfeld oder zusätzliche Zeit. Entscheidend sind nicht vermeintliche Defizite, sondern vorhandene Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Messe möchte deshalb Perspektiven aufzeigen, die im klassischen Berufswahlprozess möglicherweise weniger sichtbar sind.
Die Botschaft dahinter ist einfach: Es gibt unterschiedliche Wege in die Arbeitswelt – und es lohnt sich, den passenden zu entdecken.
Ein Messebesuch, der auch auf unterschiedliche Bedürfnisse eingeht
Gerade für Schulklassen bietet die IBBM die Möglichkeit, Berufsorientierung unmittelbar erlebbar zu machen. Jugendliche können Angebote nicht nur kennenlernen, sondern Fragen stellen und erste persönliche Kontakte herstellen.
Damit genügend Zeit für diese Begegnungen bleibt, können Schulen ihren Besuch über reservierbare Zeitfenster planen.
Zusätzlich bietet die IBBM sogenannte Silentslots an. Während dieser Zeitfenster befinden sich weniger Besucher:innen gleichzeitig in der Markthalle. Dadurch entsteht eine ruhigere Atmosphäre für Menschen, die von weniger Reizen und mehr Raum profitieren.
Auch die Markthalle selbst ist barrierefrei zugänglich.
Vom erfolgreichen Auftakt zur dreitägigen Messe
Ins Leben gerufen wurde die IBBM 2025 vom SAZ Burgdorf mit dem Ziel, die verschiedenen Möglichkeiten der inklusiven Berufsbildung an einem Ort sichtbar zu machen.
Die Resonanz auf die erste Durchführung zeigte, dass ein entsprechendes Bedürfnis besteht: Rund 700 Besucher:innen kamen zur Premiere nach Burgdorf.
2026 wird die Messe deshalb weiterentwickelt. Sie dauert neu drei Tage und findet erstmals in der grösseren Markthalle Burgdorf statt.
Im Mittelpunkt bleibt dabei, was bereits die erste IBBM auszeichnete: Menschen zusammenzubringen, Informationen zugänglich zu machen und konkrete berufliche Perspektiven aufzuzeigen.
Manchmal beginnt ein neuer Weg mit einem Gespräch
Eine Berufsmesse kann keine Entscheidung abnehmen. Sie kann aber Möglichkeiten sichtbar machen, von denen Jugendliche und ihre Familien zuvor vielleicht noch nichts wussten.
Ein Gespräch kann zu einem Schnuppereinsatz führen. Ein unbekanntes Berufsfeld kann plötzlich interessant werden. Eine Fachperson kann eine Frage beantworten, die beim weiteren Vorgehen entscheidend ist.
Genau darin liegt der Mehrwert der IBBM: Sie bringt Möglichkeiten und Menschen zusammen.
Vom 8. bis 10. September 2026 wird die Markthalle Burgdorf deshalb zu einem Ort für Berufsorientierung, Austausch und neue Perspektiven.
Wege entdecken. Chancen nutzen.
IBBM – Inklusive Berufsbildungsmesse 2026
Datum: 8.–10. September 2026
Ort: Markthalle Burgdorf
Öffnungszeiten: 9.00–16.00 Uhr
Zielgruppen: Jugendliche und Erwachsene mit IV-Unterstützung oder einer anderen Kostenträgerstelle, Eltern und Bezugspersonen, Lehrpersonen, Heilpädagog:innen sowie Fachpersonen aus Bildung und beruflicher Integration
Schulklassen: vorgängige Reservation eines Zeitfensters empfohlen
Eintritt: kostenlos
https://messe.inklusive-berufsbildung.ch/
Über das SAZ Burgdorf
Das SAZ Burgdorf begleitet Menschen mit Unterstützungsbedarf in den Bereichen Lernen, Arbeiten und Wohnen. Mit Bildungs-, Arbeits-, Wohn- und Integrations-angeboten schafft die Stiftung individuelle Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten.
Das SAZ Burgdorf verbindet einen sozialen Auftrag mit professionellen Dienstleistungen und praxisnahen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
SAZ Burgdorf
Burgergasse 5
3340 Burgdorf
Tindara Fernandez
Bereichsleiterin Marketing& Kommunikation
info @ inklusive-berufsbildung.ch