Referendum gegen Berner 141.-Mio. Neubau geschafft

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(Winterthur) Referendum kommt zustande: Erfolgreiche Unterschriftensammlung gegen den 141 Mio.-Neubau für Tierversuche an der Uni Bern

Das Referendum gegen den Neubau der Universität Bern an der Murtenstrasse kommt mit fast 13 000 Unterschriften, wovon der grössere Teil bereits beglaubigt ist, zustande. Nötig ist die hohe Zahl von 10 000 Unterschriften. Das Resultat ist ein riesiger Erfolg für die beteiligten Tierrechtsorganisationen und Parteien und die vielen engagierten Aktivist_innen, die auf der Strasse gesammelt haben. Die offizielle Übergabe der Unterschriften wird am 9. Juni um 13:00 Uhr vor dem Rathaus stattfinden.

Ziel: «Ausbau der Kapazitäten im Versuchstierbereich»

Erklärtes Ziel der Regierung ist der «Ausbau der Kapazitäten im Versuchstierbereich». Dazu soll ein Neubau an der Murtenstrasse mit Tierkäfigen in drei unterirdischen Stockwerken und Labors in den Obergeschossen dienen. Der überdimensionierte 141 Mio. teure Neubau steht in krassem Gegensatz zum Abbau bei der öffentlichen gesundheitlichen Grundversorgung im Kanton Bern. Erst kürzlich wurden die baldige Schliessung des Zieglerspitals und die Reduktion der Notfallversorgung im Tiefenauspital angekündigt. Verschiedene Landspitäler sind von der Schliessung oder einem Leistungsabbau bedroht.


Im Kantonsparlament ohne seriöse Diskussion durchgewinkt

Der Grosse Rat hat auf Grund einer «organisierten Debatte» entschieden. Für den Rückweisungsantrag von Grossrätin Simone Machado Rebmann wurden gerademal zwei Minuten Redezeit erlaubt. Kritische Fragen waren nicht möglich. Trotz dieser skandalösen Unterdrückung der Meinungsbildung können Luxusbau und Tierversuche nun endlich in einer breiten Öffentlichkeit thematisiert und diskutiert werden.
Dass das Volk über einen solch grossen Kredit abstimmen kann, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, gerade auch angesichts des Mega-Sparpaketes (u.a. mit dem massiven Abbau der Krankenkassen-Prämienverbilligungen), das der gleiche Grosse Rat beschlossen hat. Neben dem Baukredit wird auch der Betrieb des Baus ein tiefes Loch in das Portemonnaie der Steuerzahler_innen reissen, so kostet alleine die Tierhaltung für die 30 000-40 000 Tiere 8-10 Millionen Franken pro Jahr.

Besser für den Wirtschaftsstandort: Zukunftsfähige Forschung fördern!

Für die Konkurrenzfähigkeit und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bern wäre es viel besser, diese Gelder in die Entwicklung von zukunftsfähigen Forschungsmethoden zu investieren, welche ohne teure, ungenaue und grausame Tierversuche auskommen. So können bereits heute aus Hautzellen des einzelnen Patienten Stammzellen entwickelt werden, welche für ganz spezifische Tests dienen können. Viele weitere Testmethoden eröffnen schier unbegrenzte Möglichkeiten. Die Förderung solcher tierversuchsfreier Methoden wird von Bund und Kantonen aber nach wie vor verschlafen und so fliessen weiter hunderte Steuermillionen in unsichere und ungenaue Tierversuche. Jährlich gibt so die öffentliche Hand bis zu 200 Millionen für Tierversuche aus, tierversuchsfreie und Ersatzmethoden werden gleichzeitig mit nur CHF 310 000.- sträflichst vernachlässigt.

Aus diesen Gründen wird das Referendumskomitee zusammen mit unzähligen Aktivist_innen darauf hinarbeiten, dass das Projekt wesentlich redimensioniert und zurück in die Planungsphase geschickt wird, sowie dass die Ressourcen in tierversuchsfreie Forschung investiert werden.

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Das Referendumskomitee wird zusammen mit unzähligen Aktivist_innen darauf hinarbeiten, dass das Projekt wesentlich redimensioniert und zurück in die Planungsphase geschickt wird, sowie dass die Ressourcen in tierversuchsfreie Forschung investiert werden.

Pressekontakt: 

AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
Ansprechpartner:
Andreas Item
Geschäftsführer

AG STG
Brisiweg 34
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