Die Schweiz zeigt sich am 12. Dezember solidarisch - Lichtermeer für Armutsbetroffene

(Bern)(PPS) Jede zehnte Person in der Schweiz gilt als arm. Mit der Solidaritätskampagne «Eine Million Sterne» macht Caritas am 12. Dezember auf die Betroffenen aufmerksam. An verschiedenen Orten werden Kerzen angezündet und ein Rahmenprogramm geboten. So auch auf dem Bundesplatz in Bern. Dieses Jahr haben besonders viele Menschen bereits im Vorfeld übers Internet ihre Solidarität bekundet.

Bereits zum 11. Mal erhellt die Solidaritätskampagne «Eine Million Sterne» die Schweiz. So werden am 12. Dezember an über 100 Orten Tausende Kerzen angezündet. Jede einzelne Kerze ist ein leuchtendes Zeichen für mehr Zusammenhalt und Solidarität in unserer Gesellschaft. Und sie sollen daran erinnern, dass auch bei uns viele Menschen arm, einsam und ausgeschlossen sind.

Armut in der Schweiz
Caritas geht davon aus, dass jede zehnte Person in der Schweiz in einem Haushalt lebt, der mit einem Erwerbseinkommen unterhalb der Armutsgrenze auskommen muss. Besonders bedroht sind Alleinerziehende; jeder sechste Einelternhaushalt lebt in Armut. Betroffen ist auch Jasmin. Als sie sich von ihrem Partner trennte, konnte dieser aufgrund seines hohen Schuldenberges keine Alimente zahlen. Alleinerziehend, mit zwei Kindern und wenig Geld kämpft sie seitdem gegen Armut. Heute ist sie auf Sozialhilfe angewiesen und findet trotz Ausbildung keine Arbeitsstelle. «Ende Monat muss ich nicht auf den Franken schauen, sondern die Rappen zählen», sagt sie. Mit ihrer Geschichte unterstützt Jasmin die Solidaritätskampagne von Caritas und steht so stellvertretend für Tausende, die ihr Schicksal teilen. (www.wunschkerze.ch/blog).

Virtuelle Solidaritätswelle
Mit Videoporträts von Armutsbetroffenen wie Jasmin und einer interaktiven Webseite machte Caritas in den vergangenen Wochen auf Armut in der Schweiz aufmerksam. «Auf unseren Online-Kanälen war die hohe Solidarität gegenüber Menschen in Not besonders spürbar», sagt Bojan Josifovic, der die Kampagne für die Caritas Regionalstellen leitet. So werden am 12. Dezember mehr als 2000 Lichter als sogenannte «Wunschkerzen» leuchten. Sie sind Träger von Wünschen, die bis am 2. Adventssonntag online verschenkt werden konnten. Gemäss Josifovic haben über 3500 Personen via Facebook ihre Teilnahme an den Veranstaltungen zugesagt, einige davon wollten sogleich als Freiwillige bei der Organisation der Anlässe mithelfen.

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