Sich als Familie für armutsbetroffene Kinder engagieren

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Kovive

(Luzern)(PPS) Das Schweizer Kinderhilfswerk Kovive engagiert sich für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in der Schweiz. Allein in 2017 konnten schon 153 Kinder und Jugendliche in der Deutschschweiz in Gast- und Kontaktfamilien betreut werden. Die Nachfrage steigt und Kovive sucht laufend Familien, die sich für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in der Schweiz engagieren möchten.

Die 14jährige Anna* lebt in einem Kinderheim im Kanton Solothurn. Nach der Scheidung ihrer Eltern war ein dauerhafter Aufenthalt im Kinderheim die beste Lösung für die stabile Entwicklung von Anna. Zusätzlich entschieden die Eltern gemeinsam mit Beiständen und dem Leiter des Kinderheims, dass eine Kontaktfamilie, bei der Anna regelmässig ein Wochenende im Monat verbringen darf, ideal wäre, damit sie auch familiäre Geborgenheit unbeschwert erleben darf. Die Familie Schnyder* engagiert sich schon länger für Kovive und erklärte sich bereit, Anna einen Platz in ihrer Familie zu geben. «Anna ist ein aufgewecktes Mädchen und wir können viel von ihr lernen. Sie hat schon viel Schweres durchgemacht, hat aber nie ihre Lebensfreude verloren, » so die Marianna Schnyder*, die Mutter der Kontaktfamilie. Die Familie mit zwei Töchtern im Teenageralter freut sich auf die Wochenenden mit Anna. «So können wir direkt helfen und sehen auch, wie gut Anna die Wochenenden bei uns in der Familie tun,» so der Vater Reto Schnyder*.

Für ein Gefühl von Zuhause

Die Kinder und Jugendlichen brauchen häufig schnelle und flexible Lösungen, die das Kind in den Mittelpunkt stellen, um dadurch die Zukunftschancen nachhaltig zu verbessern. Die prekären Situationen der Kinder und Jugendlichen haben häufig vielfältige Gründe - Arbeitslosigkeit, Überlastung eines oder beider Elternteile, Trennung oder Scheidung und häufig auch Erkrankungen sind Auslöser für schwierige Lebenssituationen. «Egal welchen Grund es hat, Kinder und Jugendliche sind das schwächste Glied im Familienverbund. Sie leiden am meisten. Damit Kinder sich gut entwickeln können, benötigen sie aber stabile Beziehungen und Förderung wie in einer Kovive Partnerfamilie,» so Rita Borer, Geschäftsleiterin Kovive.

Partnerfamilie werden

Wer sich als Partnerfamilie von Kovive engagiert, wird eng begleitet und mit Weiterbildungen unterstützt. Dazu Rita Borer: «Wir verzeichnen eine massiv steigende Nachfrage und möchten noch mehr Familien für ein Engagement als Kovive Familie begeistern.» Die Engagements sind so verschieden wie die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und werden individuell mit der Partnerfamilie abgestimmt. «Sich gemeinsam als Familie zu engagieren, heisst auch, als Familie weiter zusammen zuwachsen und sich gemeinsam bewusst zu machen, dass es uns besser geht als anderen und dass Teilen etwas sehr Wertvolles ist,» sagt Rita Borer abschliessend. 

Interessierte Familien melden sich gerne beim Schweizer Kinderhilfswerk Kovive, Denise Ammann, Tel. 041 249 20 87. Weitere Informationen zu Kovive unter www.kovive.ch

Pressekontakt: 

Kovive
Unterlachenstrasse 12
6005 Luzern

Telefon 041 249 20 80
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